Die Diskussion um Frauen in Führungspositionen in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erfahren. Ausgelöst von Quotenforderungen, die seitens der Politik formuliert wurden und tatsächlichen Statistiken, die besagen, dass Frauen im Durchschnitt zwar besser ausgebildet aber weniger oft in Vorstandsgremien oder leitenden Funktionen von Betrieben zu finden sind.
Bessere Voraussetzungen schaffen
Durch bessere Kinderbetreuungsplätze und neuen Möglichkeiten bei Haushaltsteilung und Kinderbetreuung, aber auch Umdenken auf der „Männer“-Seite soll Frauen der Weg in die Chefetage leichter fallen.
Ein Generationenwandel erleichtert Frauen den Aufstieg
Das Patriachat gilt als eine der ältesten Familienformen. Und gerade diese Eigenschaft hat dazu geführt, dass Männer nach wie vor auf Managerebene im wahrsten Sinn des Wortes die Hosen anhaben. Doch scheint mit der jüngeren Generation ein Umdenken zu erfolgen. Rufe nach einer weiblichen Quote in Führungspositionen, einer umfassenderen Gestaltung der Kinderbetreuung und nicht zuletzt gezielter Schulung der Managerqualitäten bei Frauen, machen die Thematik nicht nur bewusst, sondern provozieren auch ein Umdenken. Der Anzug im Businesslook ist längst keine Domäne karrierebewusster Männer mehr, auch die gepflegte Dame mit Selbstbewusstsein und qualitativ hochwertiger Ausbildung macht darin gute Figur. Und damit ist eines sicher, die Karriere der Frauen von morgen beginnt bereits bei der Erziehung, wenn Mädchen nicht mehr nur in Haushaltsfragen erzogen werden oder mit Puppen spielen dürfen.
Know-how und gesunde Selbsteinschätzung
Frauen wurden von Beginn an zu Bescheidenheit erzogen, wo Männer sich begeistert auf die Brust klopfen und Selbstbewusstsein ausstrahlen, steht die weibliche Riege oft im Hintergrund. Doch auch hier ist eine Entwicklung zu beobachten, die nicht nur atypische Berufe und Ausbildungen für Frauen fördert und zunehmend fordert. Auch die weibliche Welt selbst hat sich von Eigenschaften, die ihrer Karriere im Weg stehen, zunehmend verabschiedet. Gesundes Selbstbewusstsein und das Recht auf Karriere sind neue Züge im Charakter junger Mädchen und Frauen die ihr Licht trotz Familie und Kinder nicht in den Schatten stellen, sondern ihre eigenen Leistungen zu verkaufen wissen. Die Doppelbelastung zwischen Haushalt und Beruf ist kein Hindernis mehr, im Berufsleben durch zu starten. Ganz im Gegenteil wird doch die Bewältigung von mehreren Aufgaben gleichzeitig, die Multitasking-Fähigkeit, in so manchem Bewerbungsprofil gefordert und geschätzt. Auch andere typisch weibliche Eigenschaften wie Sensibilität im Umgang mit Kollegen und Kunden oder professionelles Management von Arbeitsvorgängen machen Frauen grundsätzlich für die Führungsebene mehr als geeignet.
Der Weg in die Managementebene ist steinig
Die Verordnung der Politik über verpflichtende Frauenquoten in Führungsebenen stößt seitens der Wirtschaft zunehmend auf Kritik. Und ehrlich gesagt, wollen Sie als Frau eine Managementfunktion bekommen, weil es laut Quote es sein soll? Der Ruf nach einem größeren weiblichen Anteil in den Chefetagen ist durchaus legitim und nicht von der Hand zu weisen, da sowohl Qualifikation als auch Lebenssituation der heutigen weiblichen Generation dies durchaus zulassen. Allerdings ist ein Umdenken in den Köpfen auf beiden Seiten erforderlich, um nicht nur die Karriere von Frauen zu zulassen, sondern sie auch im Sinne der weiblichen Generation der Zukunft entsprechend zu fördern.
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