Familie, Kind und Beruf ist ein viel diskutiertes Thema. Durch eine gute Ausbildung sind Frauen heute durchaus in der Lage in der Männerwelt mitzumischen. Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung liegen aber immer noch in den Händen der gut ausgebildeten Frauen, die durch diese Tatsache meist auf den untersten Sprossen der Karriereleiter hängen bleiben. Aber es währe vermessen, dieses Thema auf Frauen zu beschränken. Männern helfen heute immer öfter bei der Betreuung der Kinder. Aber selbst wenn die Eltern sich die Arbeit mit den “Kleinen” teilen, bleibt die Doppelbelastung bestehen.
Erst Karriere, dann Kind
Die Politik hat in Deutschland sehr spät damit angefangen, Müttern die Möglichkeit zu bieten, Kind und Karriere zu vereinbaren. So blieb den Frauen lange Zeit nichts anderes übrig, als die Familienplanung auf später zu verschieben. Die Folge waren weniger Kinder und, gerade bei gut ausgebildeten Frauen, späte Schwangerschaften mit allen gesundheitlichen Risiken für Mütter und Kinder. Viele Unternehmen sind mit der Situation der Mütter einfach überfordert. Nicht selten bedeutet eine Schwangerschaft auch heute noch das Ende einer gerade beginnenden Karriere. Es gibt aber auch gute Beispiele. Unternehmen, die eine Kinderbetreuung anbieten, sodass die Eltern morgens und abends nur einen Weg zu bewältigen haben. In der Zeit der modernen Medien bieten eine Reihe von Unternehmen Eltern an, Aufgaben, die nicht die Anwesenheit im Büro erfordern auch im Homeoffice bewältigen zu können. So muss sich die Mutter nicht sorgen, wie sie die Aufgaben bewältigen kann, sondern kann diese ihren Bedürfnissen anpassen und in den Tageablauf einbinden.
Immer mehr Frauen schaffen es – Karriere und Kind
Das Bewusstsein der jungen Menschen hat sich verändert. Umfragen haben ergeben, dass die nachwachsende Generation Kinder haben möchte. Viele sind der Meinung, dass sie nicht zu alt sein möchten, wenn das erste Kind geboren wird. Diese Veränderung hat auch damit etwas zu tun, dass sich die Politik des Problems angenommen hat. Auch bei den Karrieremöglichkeiten der Frauen hat sich die Politik positiv eingemischt und sich für Frauenquoten ausgesprochen. Das alles reicht aber bei Weitem noch nicht aus. Die Erziehung der Jungen zu Männern spielt für die Zukunft eine wesentliche Rolle. Die Frau wird den Spagat zwischen Kind und Beruf niemals ohne ihren Partner schaffen können. In Ländern wie Frankreich und Schweden ist das Problem der Kinderbetreuung gelöst. Die Kinder werden gemeinschaftlich betreut und erhalten in Kindergarten und Schule auch täglich eine warme Mahlzeit. So können die Eltern tagsüber ihrer Arbeit nachgehen. Am Abend und am Wochenende gehört sie dann ganz der Familie. In diesen Ländern ist aber auch selbstverständlich, dass die meisten Väter in die Erziehung einbezogen werden.
Gemeinsam schaffen – Kind und Karriere
Politik und auch viele Männer haben schon begriffen, dass es nicht die alleinige Aufgabe der Frau ist, Kinder zur Welt zu bringen und groß zu ziehen. Wenn die Familie diese Aufgabe gemeinsam bewältigt und beide Partner sich in die Erziehung einbringen und die anfallenden Aufgaben im Haushalt gemeinsam erledigen, können sich alle gut entwickeln und Kind und Karriere müssen für niemanden zum Spagat werden. Die festgefahrenen Rollen von Mann und Frau müssen in der Erziehung der nächsten Generationen verändert werden. Denn wer legt fest, wer sich um die einzelnen Aufgaben des Haushaltes und der Kindererziehung kümmert? Das obliegt allein dem Paar, das sich entschlossen, hat zusammen Kinder zu bekommen.
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